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11.3.2010 : 2:37

Musikakademie Rheinsberg

"Festtage der Alten Musik zu Ostern" 01.-18. April 2010

u.a.

„Orpheus und Eurydike"

VON CHRISTOPH WILLIBALD GLUCK
Tragddie Opera (Draine heroique) in drei Akten (1774) von Pierre-Louis Moline (nach Raniero de Calzabigi) (Pariser Fassung 1774 in deutscher Sprache)

Uraufführung am 2. August 1774 Academie Royale de Musique, Paris

Produktion der Musikakademie Rheinsberg

Musikalische Leitung: Eva Caspari
Inszenierung: Alvaro Schoeck
Bühnenbild: Merle Vierck
Kostüme: Alexa Inderbitzin
Choreinstudierung: Christoph Ostendorf
Musikalische Studienleitung: Nadezhda Zeluikina

Erzählt wird die Geschichte des antiken Sängers Orpheus, der mit seinem Gesang und seinem Lyra-Spiel in der Lage war, wilde Tiere zu zähmen, die Steine zum Weinen zu bringen und die Götter zu betören. Ihm wird durch einen Schlangenbiss die geliebte Gattin genommen und er unternimmt alles, sie dem Hades wieder abzu­ringen. Seine Klagen rühren die Götter und Liebesgott Amor ver­kündet den Beschluss, dass es ihm erlaubt sei, Eurydike im Reich der Schatten zu suchen und zurück in die Oberwelt zu bringen. Unter einer Bedingung: Er darf sich nicht umdrehen und sie nicht ansehen. Orpheus bezwingt die Furien der Unterwelt und dringt zu Eurydike vor. Ihre Klagen jedoch, dass er sie nicht mehr liebe, weil er sich ihr nicht zuwende, bringen ihn dazu, das Gebot der Götter zu brechen. Er wendet sich um und Eurydike sinkt erneut in den Tod...

Der Orpheus-Mythos war einer der beliebtesten Opernstoffe im 17. und 18. Jahrhundert. Zu den ersten Opern im moder­nen Sinne überhaupt gehörten eine „Euridice" von Jacopo Peri und Giulio Caccini, geschrieben 1600 in Florenz, und Claudio Monteverdis „Orfeo" aus dem Jahr 1607. Reinhard Keiser, Jean­Philippe Rameau, Georg Philipp Telemann und viele andere folgten. Christoph Willibald Gluck wandte sich dem Stoff zum ersten Mal 1762 in Wien zu. Gemeinsam mit seinem Librettisten Raniero de' Calzabigi verwirklichte er sein Ideal eines musika­lischen Dramas, in dem alle Gestaltungselemente nur der über­zeugenden Umsetzung der dramatischen Idee untergeordnet sind. Für Paris erweiterte Gluck mit Hilfe des Librettisten Moline die Wiener Azione teatrale, wandelte die Altrolle in eine Tenorpar­tie um, erweiterte die Ballettszenen und gab den beiden Figuren des Amor und der Eurydike größeres Gewicht. Gluck und Calzabigi vermieden den tragischen Schluss, auch in der Pariser Fassung bleibt der glückliche Ausgang bestehen: Weil Orpheus aus Liebe dem Spruch der Götter zuwider handel­te, erweckt Gott Amor Eurydike erneut und die Oper endet mit einem freudigen Finale.

Premiere im Schlosstheater Rheinsberg am
Samstag, 03. April 2010, 19:30 Uhr

weitere Aufführungen:
Ostersonntag, 04. April, 15:00 Uhr
Freitag, 09. April, 19:30 Uhr
Samstag, 10. April, 19:30 Uhr
Sonntag, 11. April, 15:00 Uhr
Samstag, 17. April., 19:30 Uhr
Sonntag, 18. April, 15:00 Uhr



Karten für alle Veranstaltungen erhalten Sie in der
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Kavalierhaus des Schlosses / Am Markt, Tel. 033931-39296.
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