"Festtage der Alten Musik zu Ostern" 01.-18. April 2010
u.a.
„Orpheus und Eurydike"
VON CHRISTOPH WILLIBALD GLUCK Tragddie Opera (Draine heroique) in drei Akten (1774) von Pierre-Louis Moline (nach Raniero de Calzabigi) (Pariser Fassung 1774 in deutscher Sprache)
Uraufführung am 2. August 1774 Academie Royale de Musique, Paris
Produktion der Musikakademie Rheinsberg
Musikalische Leitung: Eva Caspari Inszenierung: Alvaro Schoeck Bühnenbild: Merle Vierck Kostüme: Alexa Inderbitzin Choreinstudierung: Christoph Ostendorf Musikalische Studienleitung: Nadezhda Zeluikina
Erzählt wird die Geschichte des antiken Sängers Orpheus, der mit seinem Gesang und seinem Lyra-Spiel in der Lage war, wilde Tiere zu zähmen, die Steine zum Weinen zu bringen und die Götter zu betören. Ihm wird durch einen Schlangenbiss die geliebte Gattin genommen und er unternimmt alles, sie dem Hades wieder abzuringen. Seine Klagen rühren die Götter und Liebesgott Amor verkündet den Beschluss, dass es ihm erlaubt sei, Eurydike im Reich der Schatten zu suchen und zurück in die Oberwelt zu bringen. Unter einer Bedingung: Er darf sich nicht umdrehen und sie nicht ansehen. Orpheus bezwingt die Furien der Unterwelt und dringt zu Eurydike vor. Ihre Klagen jedoch, dass er sie nicht mehr liebe, weil er sich ihr nicht zuwende, bringen ihn dazu, das Gebot der Götter zu brechen. Er wendet sich um und Eurydike sinkt erneut in den Tod...
Der Orpheus-Mythos war einer der beliebtesten Opernstoffe im 17. und 18. Jahrhundert. Zu den ersten Opern im modernen Sinne überhaupt gehörten eine „Euridice" von Jacopo Peri und Giulio Caccini, geschrieben 1600 in Florenz, und Claudio Monteverdis „Orfeo" aus dem Jahr 1607. Reinhard Keiser, JeanPhilippe Rameau, Georg Philipp Telemann und viele andere folgten. Christoph Willibald Gluck wandte sich dem Stoff zum ersten Mal 1762 in Wien zu. Gemeinsam mit seinem Librettisten Raniero de' Calzabigi verwirklichte er sein Ideal eines musikalischen Dramas, in dem alle Gestaltungselemente nur der überzeugenden Umsetzung der dramatischen Idee untergeordnet sind. Für Paris erweiterte Gluck mit Hilfe des Librettisten Moline die Wiener Azione teatrale, wandelte die Altrolle in eine Tenorpartie um, erweiterte die Ballettszenen und gab den beiden Figuren des Amor und der Eurydike größeres Gewicht. Gluck und Calzabigi vermieden den tragischen Schluss, auch in der Pariser Fassung bleibt der glückliche Ausgang bestehen: Weil Orpheus aus Liebe dem Spruch der Götter zuwider handelte, erweckt Gott Amor Eurydike erneut und die Oper endet mit einem freudigen Finale.
Premiere im Schlosstheater Rheinsberg am Samstag, 03. April 2010, 19:30 Uhr
weitere Aufführungen: Ostersonntag, 04. April, 15:00 Uhr Freitag, 09. April, 19:30 Uhr Samstag, 10. April, 19:30 Uhr Sonntag, 11. April, 15:00 Uhr Samstag, 17. April., 19:30 Uhr Sonntag, 18. April, 15:00 Uhr
Karten für alle Veranstaltungen erhalten Sie in der TOURIST-INFORMATION RHEINSBERG, Kavalierhaus des Schlosses / Am Markt, Tel. 033931-39296. Bestellungen über Mail tourist-information(at)rheinsberg.de